Bike Bridge Kinderprogramm 2018

Kurzbericht über das Bike Bridge Kinderprogramm 2018 von Lisa Dorn (Leitung Kinderbetreuung)

Bike Bridge Kids wurde diese Saison zum ersten Mal als Pilotprojekt durchgeführt und angeboten. Es handelt sich hierbei um eine, an die Fahrradkurse gekoppelte, Kinderbetreuung.

Das Kinderprogramm verfolgt unter anderem das Ziel, die Teilnehmerinnen der Fahrradkurse bei ihrer Kinderbetreuung zu unterstützen und gleichzeitig den Kindern Entfaltungsmöglichkeiten unabhängig ihrer Alltagssituation zu ermöglichen. Dieses niedrigschwellige Angebot richtet zusätzlich den Fokus auf den Erwerb bzw. die Förderung von Resilienzfaktoren. Es besteht der Anspruch, die Ressourcen der Kinder zu stärken, damit sie diese in ihrem Alltag nachhaltig einsetzen können und ihnen dadurch die Bewältigung möglicher psychischer Belastungen erleichtert wird. 

Diese Idee entstand vor dem Hintergrund, dass in den vergangenen Kursen viele Frauen ihre Kinder mitgebracht haben und sich dadurch kaum auf das Fahrradfahren konzentrieren konnten. Während die Mütter am Fahrradkurs teilnehmen, finden sich alle Kinder zu einer Spielgruppe zusammen.

Es werden Spiel- und Bewegungsmaterialien, wie zum Beispiel Bausteine und Bälle oder Laufräder und Roller bereitgestellt. Die Aktivitäten finden auf demselben Gelände zeitgleich zum Fahrradkurs der Mütter statt.

Vier Betreuer*innen begleiteten die Kinder von Mai bis Ende Juli zwei Mal pro Woche á zwei Stunden. Die Begleitung erfolgte spielerisch, wobei die Betreuer*innen den Kinder aber auch die Möglichkeit gaben, sich selbst zu beschäftigen und zu entfalten. Viele kleine Programmpunkte, wie Wasserschlachten, Malen und Basteln wurden angeboten.

Das ursprünglich angedachte Konzept der Natur- und Erlebnispädagogik konnte nicht umgesetzt werden, da nicht wie ursprünglich geplant, Kinder zwischen vier und zehn Jahren an der Betreuung teilnahmen, sondern zwei bis vierjährige Kinder. Aufgrund des jungen Alters konnten die Programmpunkte, wie Waldbesuche oder Ausflüge an einen Fluss oder See, nicht umgesetzt werden, da sich dadurch die Eingewöhnungsphase entsprechend intensiver und langwieriger gestaltete. Mit kleinen Bewegungs- und Freizeitaktivitäten wurden nun die Kinder im Schulhof betreut. Sport- und Spielaktivitäten galten als Instrumente, um ein Moment des Abtauchens aus der möglicherweise belasteten Alltagsrealität zu ermöglichen. Eine weitere Herausforderung stellte die variierende Anzahl der zu betreuenden Kinder dar. Diese schwankte zwischen drei und fünfzehn Kindern pro Einheit. Zusätzlich gestaltete sich die Kommunikation mit den Müttern eher schwierig, da es an Transparenz fehlte und es kein Treffen zum Kennenlernen gab. Da es sich um ein Pilotprojekt handelte, werden diese wertvollen Erfahrungen, Ergebnisse und auch Problempunkte in die Planung und Vorbereitung der Kinderbetreuung für die nächste Bike Bridge Saison miteinbezogen und das Konzept weiterentwickelt und angepasst.

Vielen herzlichen Dank an die Thomas Staebe-Stiftung für die großzügige Unterstützung und das Ermöglichen der Kinderbetreuung!