Herbstkurs Stadthalle

Erstmalig konnten wir dieses Jahr nach den aufregenden Sommerkursen noch eine kleine Herbstsaison mit zwei Kursen starten. Einer dieser Herbstkurse fand im September und Oktober auf dem Platz vor der alten Stadthalle statt. Hier ein kleiner Ausschnitt aus unserem Training – Viel Spaß beim Lesen!

Der Kurs neigte sich dem Ende zu, fast alle Teilnehmerinnen konnten alleine auf dem Fahrrad fahren. Wir haben bei 0 angefangen, das Aufsteigen und Anfahren geübt, Bremsen und Abbiegen gelernt und waren auf dem Verkehrsübungsplatz, um ein Gefühl für den echten Straßenverkehr zu bekommen. Für das letzte Training hatten wir ein Abschlusspicknick und eine kleine Fahrradtour geplant. Nach einem ausgiebigen Frühstück war es soweit: Nun wollten wir uns auf die Straße trauen.

So weit, so aufregend.

Wie fühlt es sich an, mehr oder weniger sicher auf dem Fahrrad als Erwachsene zum ersten Mal auf einem Fahrradweg zu fahren? (Hoffentlich) Links von einem fahren Autos, die Straßenbahn und andere Radfahrer*innen vorbei. Rechts stehen parkende Autos oder es kommen Ausfahrten auf die geachtet werden muss. Dabei ist man doch eigentlich damit beschäftigt, das Fahrrad unter Kontrolle zu behalten. Eine große Herausforderung. Wir trauen uns trotzdem!

Nachdem alle ein passendes Fahrrad haben und die Helme richtig sitzen geht es los. Wie eine Entenfamilie bewegen wir uns langsam die Spielstraße entlang. Manche Gesichter sind angespannt, andere freudig, aber alle hochkonzentriert. Das erste Mal abbiegen im öffentlichen Straßenverkehr ist noch in Ordnung – weit und breit ist niemand sonst unterwegs. Trotzdem machen wir alle den Schulterblick und das Handzeichen, denn gelernt ist gelernt. Auch die Straße in die wir abbiegen ist relativ ruhig. Mittlerweile fühlen sich alle etwas sicherer. Das macht Spaß!

An der nächsten Kreuzung wird diese gerade gewonnene Sicherheit jedoch schon auf die Probe gestellt. Aus einer Seitenstraße müssen wir uns in den Verkehr einer vielbefahrenen, unübersichtlichen Straße einordnen. Wir warten, bis gerade kein Auto kommt und fädeln uns in den Verkehr ein. Langsam, aber sicher. Sobald wir einmal auf der Straße sind, ist es nicht mehr so schlimm. Es braucht nur ein bisschen Mut. Die Autos brettern an uns vorbei – entspannt bleiben ist gefordert. Wir halten an den Ampeln, überqueren eine große Kreuzung und kommen wieder zurück zu der anderen Gruppe, die als nächstes die kleine Tour machen wird. Dort werden wir mit freudigen Gesichtern und Zurufen erwartet. Ein riesen Erfolg! Das nächste Mal ist schon nicht mehr so schwer.

Nachdem auch die zweite Gruppe ihre kleine Radtour erfolgreich hinter sich gebracht hat, sitzen wir noch ein wenig zusammen und lassen den Kurs gemeinsam ausklingen. Schön war´s!

PS: An alle Autofahrer*innen, die uns angehupt haben, weil wir langsam unterwegs waren: Wir lernen noch! Seht es einfach als einen kurzen Moment der Entschleunigung in der Alltagshektik, wenn ihr langsam hinter uns her fahrt